Die Versorgung von Menschen mit Psychischen Themen. Ebenso wie ADHS und anderen neurodivergenten Besonderheiten befindet sich in einer Krise.
Therapieplätze sind rar, psychiatrische Termine für Diagnostik und die Verordnung notwendiger Medikamente sind vielerorts über Monate oder sogar Jahre hinweg kaum erreichbar.
Für zahlreiche Betroffene bleibt die hausärztliche Versorgung der einzige Weg, um eine kontinuierliche Behandlung sicherzustellen. Gleichzeitig werden Hausarztpraxen von den Kassenärztlichen Vereinigungen mit Regressforderungen belastet, weil die Behandlung rückwirkend nicht als „Notfall“ anerkannt wird.
Die Verantwortung für eine strukturell unzureichende Versorgung wird damit auf einzelne Praxen abgewälzt – und letztlich auf die Patient*innen.
Wer keinen zeitnahen Zugang zu psychiatrischer Versorgung erhält, darf nicht durch bürokratische Hürden zusätzlich benachteiligt werden. Versorgungslücken sind kein individuelles Versagen, sondern ein politisches Problem. Sie müssen als Realität anerkannt werden.
Die hier bereitgestellten Vorlagen (plus Screenshot) sollen dabei helfen, gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung sichtbar zu machen, wie lang, schwierig und oft unmöglich der Weg zu einer fachärztlichen Behandlung geworden ist.
Eine angemessene Versorgung darf nicht an überlasteten Strukturen und nachträglichen Regressforderungen scheitern!
Sprecht mit euren Behandler:innen. Wir müssen hier zusammen arbeiten.
Keine Person würde Rezepte ausstellen, wenn die Sorge beseht das alles zurück gezahlt werden muss.
Nancy Lau
Stand: Juli2026
Mehr Infos zur Therapeutischen Versorgung gibt es bei dem Aktionsbuendnis Psychotherapie.